Krakau Impressionen

Auf den ersten Blick schien Krakau Berlin sehr ähnlich zu sein. Die Straßen voll Menschen, viele davon Touristen, die offene Umgangsweise und an jeder Ecke Werbeplakate. Dazu kamen dann natürlich auch Geschäfte wie H&M und McDonalds die dort ebenso beliebte Anlaufpunkte sind wie bei uns.

Desto öfter man in die Altstadt ging fiel jedoch auf, dass die einzigen markanten Unterschiede nicht nur die Sprache und die Währung sind.

Steht man auf dem Rynek mit Blick auf die Marienkirche und die Tuchhallen, spürt man sofort, dass Krakau eine weit größere und weit zurück reichende Kultur besitzt.

Zu dieser gehört das zu jeder vollen Stunde von der Marienkirche erklingende, plötzlich abbrechende Trompetenstück, welches an einen Turmwächter erinnern soll„ der bei dem erfolgreichen Versuch vor Angreifern zu warnen einen Pfeil durch die Kehle gebohrt bekam.

Viele Erzählungen wie diese, aber auch fantastische Legenden wie die des Wawel-Drachen machten den Besuch Krakaus besonders spannend und interessant.

Dass die Krakauer alle sehr gläubig sind war schlecht zu übersehen, da allein im Stare Miasto gut ein Dutzend Kirchen und Synagogen an jeder Ecke vorzufinden sind. Dadurch unterscheidet sich auch die Architektur in Krakau stark von der in Berlin. Viele Gebäude sind im Renaissance- und Barockstil gestalten, aber auch Merkmale der Gotik lassen sich an vielen Gebäuden wiedererkennen. Zudem werden sie alle in der Marienkirche vereint.

Durch viele kleine Gässchen gelangt man in die entlegensten Ecken der Altstadt, wo man über Treppen in schnuckelige, unterirdische Geschäfte und Bars kommt. Hat man mehr Lust das Treiben am Rynek, die Pferdekutschen und verschiedene Straßenkünstler zu beobachten, hat man rund um die Tuchhallen freie Auswahl. Eine Bar an der Nächsten, gefolgt von einem Restaurant und noch einer Bar liegen wie ein Ring um den großen Platz. Die Atmosphäre Krakaus zieht einen hier total in seinen Bann. Während Hochhackige Schuhe von modernen Polinnen laut und stetig auf dem Kopfsteinpflaster klacken wird auf einer großen Bühne polnische Musik dargeboten und keine 20 Meter entfernt stellen Maler ihre Werke zum Verkauf aus.

Aber auch das Nachtleben Krakaus hat seinen eigenen, ganz persönlichen Charme. Über und vor allem unter den tagsüber geöffneten Cafés befinden sich etliche Clubs und Bars und vor jedem Hauseingang stehen junge Menschen die alle für einen anderen Club werben.

Ein weiterer Punkt der Krakau zu einem attraktiven Reiseziel macht ist das Preisgünstige Essen und vor allem die polnische Küche.

Dafür lies das Frühstück in unserem Hotel zu wünschen übrig. Als Ausgleich diente der kleine Supermarkt vor unserer Haustür, der unteranderem köstliche Sesamringe anbot. Ein 6 Liter Wasserkanister, ebenfalls aus dem Supermarkt für einen Euro erworben, stillte 5 Tage lang ausreichend den Durst.

Mit der Kochecke im Hotel kam man ebenfalls prima zurecht. Man hatte die Möglichkeit sich Nudeln in Brühe aufkochen und sich gemütlich mit Blick auf die Straße an einen Tisch setzen.

Mit der Straßenbahn direkt vorm Hotel hatte man perfekten Anschluss sowohl zum Jüdischen Viertel, als auch zum Wawelschloß.

Auch die Organisation der Busfahrten hin zum Hotel und am letzten Tag zurück zum Flughafen war einwandfrei.

Alles in allem war die Kursfahrt nach Krakau ein wunderbares Erlebnis, mit vielen neuen Eindrücken und hat zudem eine Menge Spaß gemacht.  

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